– Dogfishing- Ja oder eher Nein?

Verschiedene Studien haben es bewiesen: Wer einen Hund hat, kommt nicht nur leichter mit anderen ins Gespräch, sondern hat auch bessere Chancen beim Flirten. Woran das liegt, erfahrt ihr hier.

Wer einen Hund hat, ist beim Flirten erfolgreicher. Das beweisen nicht nur zahlreiche Studien, sondern auch eine weitverbreitete online Flirt-Strategie: Immer mehr Menschen zeigen sich mit einem Hund auf dem Profilbild. Wieso das sogenannte „Dogfishing“ so gut funktioniert und wie uns Hunde außerdem beim Flirten helfen können, erfahrt ihr hier.
Hunde kommen gut an. Das haben schon viele verstanden, weswegen sich immer mehr Menschen auf Online-Dating-Plattformen an der Seite eines Hundes präsentieren. Potenzielle Flirtpartner mit einem Hund anlocken zu wollen, nennt man „Dogfishing“
Ob es sich dabei um den eigenen Hund handelt oder nicht, ist übrigens Nebensache.
Deswegen ist „Dogfishing“ sehr umstritten. Einen Hund für seine eigenen Ziele zu benutzen, ist schließlich verwerflich. Wer „Dogfishing“ betreibt, will auf andere sympathischaktiv und verantwortungsbewusst wirken, erklärt Flirtcoach Horst Wenzel gegenüber dem Internetportal web.de. Dass diese seltsame Flirt-Strategie aber tatsächlich funktioniert, zeigen einige Studien.

Hundehalter gelten als attraktiv

Wer einen Hund hat, wirkt auf andere tatsächlich attraktiver. Das beweist unter anderem eine Umfrage des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. 31 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen gaben dort an, dass sie besonders an Hundehaltern interessiert seien.
Das liegt vermutlich nicht nur daran, dass viele Menschen Hunde einfach mögen. Mit einem Hundehalter verbindet man häufig bestimmte Eigenschaften, die man sich wiederum auch von seinem Partner wünscht. Dazu gehören:
  • Zuverlässigkeit
  • Fürsorglichkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sportlichkeit
Man neigt also dazu, Hundehaltern pauschal Eigenschaften zuzuschreiben, die unter Umständen gar nicht auf sie zutreffen. Diese angeblichen Merkmale machen Hundehalter zu interessante Flirt-Partner.

Hunde beginnen oft mit dem Flirt

Aber nicht nur online, sondern auch im echten Leben helfen Hunde beim Flirten. Das konnte Diplom-Psychologe Jens Lönneker vom Rheingold-Institut Köln wissenschaftlich belegen: Seine repräsentative Studie „Der Hund als Flirt-Faktor“ wies nach, dass sich Menschen durch einen Hund schneller näherkommen.
77 Prozent aller befragten Hundebesitzer bestätigten, dass die beste, natürlichste und fröhlichste Art, unbefangen miteinander ins Gespräch zu kommen, ihr Hund sei. Die häufig genannte Begründung: Der Hund tut das, was man sich selbst nicht traut. Er überlegt nicht wie der Mensch, wie er einen anderen am besten ansprechen kann. Die meisten Hunde suchen von sich aus und völlig unbefangen den Kontakt. So beginnt im Grunde der Hund das Gespräch und nicht der Mensch.
Außerdem: Viele Menschen sind davon überzeugt, dass der Hund einiges vom Leben und Charakter seines Besitzers widerspiegelt. Man habe deswegen oft das Gefühl, dank des Hundes eine schnelle, erste Einschätzung des Halters beim Kennenlernen zu bekommen.

Nur artige Hunde sind gute Flirt-Partner

Aber nicht alle Hunde sind gleich begehrt. Bei der Studie „Der Hund als Flirt-Faktor“ des Diplom-Psychologen Jens Lönneker gaben 76 Prozent der Befragten an, dass sie artige Hunde klar bevorzugen. 71 Prozent sind vor allem an niedlichen Hunden und 69 Prozent an besonders schönen interessiert.
Auch die Eigenschaften NatürlichkeitLebhaftigkeit und Eigenwilligkeit waren für die meisten wichtig. Wer einen Hund hat, auf den diese Merkmale zutreffen, hat also beim Flirten statistisch gesehen bessere Chancen.

Darauf kommt es beim Flirt wirklich an

Bei einer Umfrage des Rheingold-Instituts in Köln kam heraus, dass vor allem aus sechs Gründen Hunde so sehr beim Flirten helfen:
  • Mit Hund ist man beim ersten Kontakt unbefangener.
  • Man hat sofort ein gemeinsames Interesse: Den Hund.
  • Der Hund stellt Vertrautheit her und nimmt Spannung aus dem Gespräch.
  • Der Hund geht auf Menschen zu und bricht damit das Eis.
  • Das Interesse für den Hund springt leicht über in Interesse für den Hundebesitzer.
  • Menschen, die Hunde haben, gelten von Natur aus als kontaktfreudiger.
Außerdem gaben 77 Prozent der Befragten an, schon einmal durch einen Hund, einen eigenen oder fremden, ins Gespräch gekommen zu sein. Bei jedem Zehnten führte dies sogar zu einer festen Partnerschaft.
Hunde sind zwar offensichtlich gute Helfer beim Flirten, dennoch sollten sie nicht einfach dafür verwendet werden, potenzielle Partner anzulocken. Außerdem ist das andere Ende der Leine ohnehin wesentlich ausschlaggebender dafür, ob aus dem kleinen Flirt überhaupt etwas Größeres werden kann.

Quelle: https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/hunde/verhalten-von-hunden/flirtfaktor-hund

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