Hund abkühlen bei Hitze – die 12 besten Tipps

Hunde müssen bei großer Hitze genauso abkühlen wie wir Menschen, denn in ihrem Körper entsteht schnell ein gefährlicher Wärmestau. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen an den Pfoten und vor allem im Ballenbereich besitzen, können sie – anders als wir Menschen – ihre Körpertemperatur bei Hitze nicht ausreichend durch das Schwitzen regulieren. Der wichtigste Abkühlmechanismus ist für Hunde daher das Hecheln. Der dabei verursachte Luftstrom verdunstet vermehrt Feuchtigkeit in den Schleimhäuten. Dies führt zu einer Absenkung der Körpertemperatur. Wichtig ist hierbei, dass dem Hund bei großer Hitze und Anstrengung ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt wird, da beim Hecheln sehr viel Flüssigkeit in kurzer Zeit verdunstet. Jedoch hilft auch das Hecheln nur bedingt, und gerade Hunde mit langem Fell leiden meist sehr unter den heißen Sommern, die wir inzwischen in Deutschland haben. Daher sollten wir unseren tierischen Mitbewohnern dabei helfen, im Sommer abzukühlen und die Hitze erträglicher zu machen.

1. Viel Wasser

Geben Sie Ihrem Hund immer reichlich Flüssigkeit. Zuhause muss der Wassernapf gefüllt sein, für unterwegs können Hundehalter Wasser in einer Flasche mitnehmen, das sie ihrem Hund immer wieder anbieten sollten.

2. Vor Sonnenbrand schützen

Vorsicht bei hautempfindlichen, hellen Tieren: Hier ist das Eincremen mit Sonnencreme auf Nasenspitze und Ohren nötig, um den Hund vor Sonnenbrand zu schützen.

3. Richtige Nahrungsportionen

Große Nahrungsportionen sind für den Hund bei Hitze sehr schwer verdaulich. Stellen Sie besser kleine Portionen bereit.

4. Sportliche Anstrengungen vermeiden

Vermeiden Sie sportliche Anstrengungen bei großer Hitze, wie das Laufen am Fahrrad.

5. Baden gehen: Vorsicht, Blaualgen!

Manche Hunde lieben es, im Wasser zu planschen. Andere kühlen sich lieber nur die Füße in einem Bach. Aber aufpassen: In einigen Seen gibt es Blaualgen (keine Algen, sondern Bakterien), die für Hunde, genauso wie für Menschen mit schwachem Immunsystem sehr gefährlich sind und bis zum Tod führen können. Prüfen Sie vorab genau, ob das Gewässer mit Blaualgen befallen sind. Blaualgen erkennen Sie daran, dass sich an der Wasser grünliche oder blau-grünliche Schlierenteppiche bilden. Dann kann Vergiftungsgefahr für Tier und Mensch bestehen.

6. Richtige Zeit für Spaziergänge

Aufgeheizte Wege und Straßen sollten bei heißen Temperaturen grundsätzlich vermieden werden. Ausgedehnte Spaziergänge sollten auf die Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Vierbeiner schmerzhafte Verbrennungen an den Pfotenballen zufügen.

7. Fell kürzen

Bei manchen Hunden kann das Kürzen des Fells Erleichterung verschaffen. Achten Sie darauf, das Fell nicht zu stark zu kürzen, denn es dient gleichzeitig auch als Sonnenschutz.

8. Besondere Schonung bei verkürzten Nasen

Hunde mit zuchtbedingt verkürzten Nasen wie zum Beispiel Mops & Co. brauchen besondere Schonung, da sie in ihrer Thermoregulation ohnehin eingeschränkt sind. Starke Hitze bedeutet für diese Tiere schnell Lebensgefahr.

9. Vorsicht bei der Autofahrt

Vorsicht bei der Autofahrt mit offenem Fenster. Die Zugluft kann bei Hunden schmerzhafte Augenentzündungen verursachen.

10. Hunde nicht im Auto zurücklassen

Lassen Sie ihren Hund auf keinen Fall im Auto: Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand! Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen lassen darauf schließen, dass der Hund vermutlich bereits einen Hitzeschlag erlitten hat und in akuter Lebensgefahr schwebt.

Die meisten Menschen lieben den Sommer. Aber für unsere vierbeinigen Begleiter kann die Hitze schnell zur Todesfalle werden – besonders im Auto. Immer wieder lassen unverantwortliche Halter ihre Hunde im Fahrzeug zurück, doch in nur wenigen Minuten kann sich das Innere des Autos an einem warmen Sommertag auf bis zu 70° Celsius aufheizen!

Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz für Hunde. Selbst an kühleren Frühlings- oder Herbsttagen kann die unterschätzte Temperatur in einem Auto schlimme Folgen für unsere tierischen Begleiter haben.

Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, können sie im heißen Wageninneren ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Sie erleiden irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Auch bereits gerettete Hunde können an den Folgen der Hitzequal sterben.

Hitzeentwicklung im geschlossenen Auto!

So helfen Sie einem Hund im heißen Auto

Wenn Sie einen Hund an einem warmen Tag im Auto sehen, gehen Sie bitte nicht weiter, sondern handeln Sie!

  • Suchen Sie den Besitzer des Wagens. Sollte das Auto auf dem Parkplatz eines Geschäfts stehen, können Sie den Halter möglicherweise über die Lautsprecheranlage ausrufen lassen – selbstverständlich nur, wenn das Tier noch nicht in akuter Lebensgefahr schwebt.
  • Rufen Sie die Polizei, wenn die Besitzer des Wagens nicht schnell aufzufinden sind! Diese ist verpflichtet, einen Hund aus der tödlichen Falle zu befreien.
  • Befindet sich der Hund bereits in Lebensgefahr und sind weder der Besitzer des Wagens noch die Polizei rechtzeitig zur Stelle, können Sie in Betracht ziehen, eine Scheibe einzuschlagen, um den Hund zu retten. Damit das Einschlagen der Scheibe jedoch keine Sachbeschädigung darstellt und als sogenannter „Notstand“ gerechtfertigt ist, muss dies die einzige Möglichkeit sein, um das Tier aus einer Lebensgefahr zu befreien. Ziehen Sie in nach Möglichkeit Zeugen hinzu, damit diese die Notstandssituation im Nachhinein beweisen können.
  • Anzeichen dafür, dass es dem Hund in der Hitze schlecht geht, sind Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Wenn der Hund sehr stark hechelt, taumelt, erbricht, eine dunkle Zunge und einen glasigen Blick hat, kann er bereits einen Hitzeschlag erlitten haben und in akuter Lebensgefahr schweben. Der Hund muss sofort befreit und so schnell wie möglich zum Tierarzt gebracht werden!
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen für einen Hund, der aus einem heißen Auto gerettet wurde: Bringen Sie den Hund sofort in den Schatten und versorgen Sie ihn mit Wasser. Sein Körper sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein! Anschließend muss der Hund umgehend zum Tierarzt – auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.

11. Aufmerksamkeit rettet Leben

Wenn Sie einen Hund sehen, der im Auto eingesperrt ist, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen – Sie könnten dem Tier damit das Leben retten!

12. Erste-Hilfe-Maßnahmen

Der überhitzte Hund muss sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Hundes sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt – auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.

Quelle: https://www.peta.de/themen/hund-abkuehlen-hitze/

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